Ein offenes (oder Open-Weight-)Modell ist ein KI-Modell, dessen Gewichte — das trainierte "Gehirn" — öffentlich verfügbar sind und auf einer Infrastruktur Ihrer Wahl betrieben werden können. Die Alternative sind geschlossene Modelle, die nur über die APIs eines Anbieters zugänglich sind: leistungsstark, aber "Blackboxes", an die Sie Ihre Daten senden müssen, um eine Antwort zu erhalten.
Bei einem geschlossenen Modell gehen die Daten zum Modell; bei einem offenen Modell kommt das Modell zu den Daten.
Bei einem intern betriebenen offenen Modell verlassen sensible Daten nie Ihren Perimeter. Kein Versand an ausländische APIs, kein Transit über Clouds ausserhalb der Schweiz, kein Risiko, dass Ihre Inhalte das Training eines Modells eines Drittanbieters speisen.
Ein Modell, das Ihnen gehört, ist portabel und stabil. Sie sind nicht von den Entscheidungen eines einzigen Anbieters abhängig: Preiserhöhungen, geänderte Bedingungen, veraltete Funktionen oder plötzliche Dienstunterbrechungen betreffen Sie nicht. Das System, das Sie heute bauen, gehört Ihnen auch morgen noch.
Offene Modelle sind überprüfbar. Sie können ihr Verhalten kontrollieren, sie an Ihre Domäne anpassen, Sicherheitsprüfungen unterziehen und für ein Audit dokumentieren. In einem regulierten Kontext ist es genauso wichtig, erklären zu können, wie ein System funktioniert, wie die Tatsache, dass es funktioniert.
Ab einem gewissen Nutzungsvolumen wird eine eigene Infrastruktur planbarer und günstiger als ein Kosten-pro-Aufruf-Modell, das grenzenlos steigt. Die Kosten gehören Ihnen, sind kontrollierbar und planbar.